Was ist integrative Medizin?

Der Anspruch der „Integrativen Medizin“ ist hoch und erfordert ein hohes Maß, sowohl an Fachwissen und Berufserfahrung in den verschiedensten Heilweisen, als auch eine Form der Empathie, die den Menschen mehr als Freund und nicht als zu therapierendes Objekt ansieht.

Jede Zeit braucht ihre eigene Medizin.                      

Der Mensch in der heutigen, von Stress geprägten Zeit,  braucht mehr Verständnis und Zuwendung von therapeutischer Seite und möchte mit seinen Problemen ernst genommen werden.

Es ist die menschliche Dimension, die Therapie zur Heilung werden lässt, wobei nicht nur das fachliche Können und die Erfahrung des Therapeuten zählt. Auch die seelischen und spirituellen Nöte des Patienten sollten das Gehör des Arztes erreichen.

Ein Therapeut, der „Integrative Medizin“ praktiziert, sollte in mehreren „schulmedizinischen“ und „alternativen“ Heilverfahren ausgebildet sein und ein klares Behandlungskonzept verfolgen.

Ich nenne dies „Smart medicine“, es ist dies das Konzept von Intelligenz und Erfahrung, wie es eigentlich das Wort SCHUL-MEDIZIN in seiner ursprüngliche Bedeutung vertritt.

Zu viele Köche, zu viele wirtschaftlichen Interessen, zu viel Eigendünkel, zu wenig Menschenliebe.

Nicht erst seit den Ärzten die Patienten in Scharen zu Heilpraktikern überlaufen, die sich mit einer schier unendlichen Fülle von konzeptionellen Medizinmethoden etabliert haben und sich scheinbar ohne Widerstand und Kontrolle (Siehe bei den Ärzten:Ärztekammer, KV, Krankenkassen, Landesprüfungs-und Untersuchungsämter…etc.), ihren Platz in Therapie und Lehre erarbeitet haben und dies ohne fundierte klinische Ausbildung, ist die Medizin in Schräglage geraten. Hier absolute Kontrolle auf Konformität, dort therapeutisches „Easy going, without control or management.“

Ohne wirkliche Lobby engagierter Ärzte, wird die Schulmedizin mehr und mehr zum Spielball vieler Organisationen und Interessengruppen und dies gilt nicht allein für die allzeit verteufelte Pharmaindustrie, die im Übrigen besser als ihr Ruf ist, denn nur ihr haben wir den Rückgang der Sterblichkeitsraten und eine höhere Lebenserwartung zu verdanken.

Und eines sollten wir Ärzte nicht vergessen: Wir sind die …univeral soldiers….wir sind die Diener, ohne die alles nicht machbar wäre.

Wer heute über die Pharmaindustrie lästert, sollte bedenken, dass wir längst zu einer „Krankheitsindustrie“ übergewechselt sind, die alle Merkmale eines Industriezeitalters charakterisieren: Wachstum, Profit, Rationalisierung und Globalisierung, wo Geltungs-Anspruch, Konsumdenken und wirtschaftliche Faktoren, den Grundkonsens des Menschseins und des Heilens… und…das …noli..nocere…den Menschen im Medizinbetrieb kaum mehr wahrnehmbar werden lässt.

 Der Anspruch und das Credo der integrativen, komplementären Medizin.

Lasst uns gemeinsam einem neuen Paradigma Raum geben:

Weg vom Konkurrenzdenken, hin  zu einem gemeinsam fundierten Handeln der Ärzte auf kleinem Niveau..von Arzt zu Patient, von Mensch zu Mensch und  ohne diese dummen Floskeln… „vom Menschen, welcher der Mittelpunkt aller therapeutischen Bemühungen“ ….sein sollte.

 Packen wir es doch endlich an! Klug und intelligent, noch hat die Medizin nichts von ihrem Reiz und Ihrer Eleganz verloren.

Für das Wohlbefinden unserer Patienten und für die eigene Zufriedenheit.

Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang, die Gelegenheit flüchtig, die Erfahrung trügerisch, das Urteil schwierig.    Hippokrates